Gestern, am 4. Oktober, veröffentlichte Papst Franziskus die dritte Enzyklika seiner Amtszeit:
»Fratelli tutti. Über Geschwisterliebe und soziale Freundschaft« –
Ein Grundsatzdokument für die globale Neuorientierung nach der Corona-Pandemie
»Die neue Enzyklika ›Fratelli tutti‹ zeigt, dass der Papst sich mit aller Macht gegen die Pandemie stemmen will«, sagt Andreas Englisch.
»Denn das Virus greift den Kern unserer Zivilisation an. Unsere Städte sind nicht etwa um einsame Amazon-Auslieferungszentren herum gebaut, sondern um Räume der Versammlung und Gemeinschaft – um unsere Kirchen. Der Papst hat stets betont, dass unsere Zivilisation immer dann vorangekommen ist, wenn wir nicht gegeneinander, sondern miteinander gearbeitet haben. Doch genau dieses Miteinander können wir in Corona-Zeiten nicht leben, es entsteht eine ›Kultur der Mauern‹.
Franziskus hat am eigenen Leib erfahren, wie schwer es selbst seinem direkten Umfeld fällt, den Kampf gegeneinander beizulegen.Er muss mit Gegnern leben, die ihn aus dem Amt zu drängen versuchen und offen mit einer Kirchenspaltung drohen. Der Papst kämpft mit dieser neuen Enzyklika nicht nur gegen das Virus und seine Folgen, sondern auch gegen den Kalten Krieg im Inneren des Vatikan an, gegen die Intrigen und Attacken, die ich bei der Recherche für mein Buch ›Der Pakt gegen den Papst‹ aufgedeckt habe. In seiner Enzyklika fordert Franziskus alle Menschen, egal welchen Glaubens, auf eine offene Welt zu denken und zu schaffen.«
416 Seiten
22,00 € [D] 22,70 € [A] 30,90 CHF
C. Bertelsmann Verlag
ET: 5. Oktober 2020
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