Politik

Wohnungsdezernent Manjura: „Neuer Mietspiegel ist besser als kein Mietspiegel“

Zu der 13. Fortschreibung des Wiesbadener Mietspiegels, die mit der Kenntnisnahme des Magistrats am Dienstag, 9. Februar, in Kraft tritt, äußerst sich Wohnungsdezernent Christoph Manjura.

 

„Für viele Mieterinnen und Mieter kämen Mieterhöhungen angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie zur Unzeit. Fünf Jahre nach der letzten Beschlussfassung ist es jedoch wichtig, dass jetzt ein neuer Mietspiegel in Kraft tritt“, kommentiert Manjura die Vorstellung des Mietspiegels durch die städtische Bewertungsstelle, den Mieterbund und Haus & Grund. „Der Mietspiegel von 2016 war als Orientierungsinstrument für die Miethöhe beim Neuabschluss oder der Veränderung bestehender Mietverträge inzwischen nicht mehr gut geeignet und angreifbar. Denn die dort zugrundeliegenden Daten waren zu alt und entsprachen nicht mehr der tatsächlichen, aktuellen Marktlage.“

 

Dass die Mieten im neuen Mietspiegel höher ausfallen als die des vorhergehenden sei zu erwarten gewesen: Eklatante Steigerungswerte von zehn und mehr Prozent finden sich insbesondere in den Baualtersklassen Gruppe I (Baujahr bis 31.12.1949) und Gruppe III (Baujahr von 01.01.1975 bis 31.12.1999), gefolgt von Gruppe IV (Baujahr ab dem 01.01.2000) und Gruppe II (Baujahr vom 01.01.1050 bis 31.12.1974). Damit knüpfe der jüngste Mietspiegel an die teils enormen Steigerungen von 2012 und 2016 an.

 

Der von Mieterbund und Haus & Grund erarbeitete Mietspiegel sei als Richtlinie zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete in Wiesbaden etabliert. Gleichzeitig habe die anhaltend hohe Nachfrage nach Mietwohnungen auch in Wiesbaden zu einem extrem hohen Anstieg der Angebotsmieten geführt, der bisweilen deutlich über dem Anstieg der Bestandsmieten liege. „Daher haben wir die jüngste gesetzliche Änderung, den Betrachtungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete von vier auf sechs Jahre zu verlängern, sehr begrüßt. Denn die Steigerungen sollten eigentlich nicht über der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes liegen“, so der Wohnungsdezernent weiter.

 

Für Manjura – auch Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWW und GeWeGe - ist der vor einem Jahr für diese Gesellschaften beschlossene Mietendeckel wichtig: „Der Mietendeckel bremst nicht nur für zehntausend Haushalte potentielle Mieterhöhungen deutlich ab, er sorgt auch dafür, dass die Mieten der Wohnungsbestände von GWW und GeWeGe im bezahlbaren Rahmen bleiben.“ Nicht zu unterschätzen sei aber auch die Tatsache, dass viele, vor allem kleinere, private Vermieter, über Jahre hinweg auf Mieterhöhungen zugunsten von stabilen Mietverhältnissen verzichteten.

 

 

Vorstandswahlen unter besonderen Bedingungen bei der Jungen Union Wiesbaden

WIESBADEN. Erstmals in ihrer Geschichte hat die Junge Union Wiesbaden (JU) ihre Vorstandswahlen in einem digitalen Hybridsystem abgehalten und sich bereits vor den Kommunalwahlen neu aufgestellt.

 

In einem Hybridsystem hat die Junge Union Wiesbaden am vergangenen Freitag (29.01.2021) einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Vorstand gewählt. Während der förmliche Teil der Veranstaltung digital stattfand, richtete die JU Wiesbaden in der Kreisgeschäftsstelle der CDU Wiesbaden ein zentrales Wahllokal ein, in dem ihre Mitglieder unter Berücksichtigung der allgemeinen Corona-Bestimmungen des Landes Hessen einen neuen Vorsitzenden nebst Vorstand wählen konnten.

 

Neuer Vorsitzender wurde mit einstimmigem Ergebnis, der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Eleftherios Tsiridis. Dennis Friedrich, zuletzt drei Jahre Vorsitzender der JU Wiesbaden trat nicht erneut an. „Wir möchten Dennis für seinen außerordentlichen und unermüdlichen Einsatz für unsere Junge Union in den vergangenen drei Jahren danken. Mit einer Landtagswahl, einer Oberbürgermeisterwahl und der Vorbereitung zur Kommunalwahl, führte er die JU durch eine sehr aktive und aufregende Zeit. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf einen gemeinsamen Wahlkampf und weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm als Mitglied der Jungen Union Wiesbaden.“, so Eleftherios Tsiridis.

 

Als stellvertretende Vorsitzende wurde Sarah Weinerth in ihrem Amt bestätigt und wird des Weiteren auch als Neumitgliederreferentin aktiv sein. Als neuer stellvertretender Vorsitzender wurde der bisherige Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Björn Guderjahn, in sein neues Amt gewählt. Weiterhin wird Guderjahn die Position des Pressesprechers und Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit ausführen.

 

In weiteren Wahlgängen wurden Wulf Goretzky als Geschäftsführer und auch Elena Kozlov als Schatzmeisterin in ihren jeweiligen Ämtern erneut bestätigt. Als Schriftführerin erhielt Myriam Schilderoth das Vertrauen der Mitglieder. Änderungen gab es insbesondere bei den zu wählenden Referenten und Beisitzern. Gewählt wurden als Referent für Sicherheit & Kommunales Joel Yashoua, als Referent für Kunst und Kultur Nikolas Jacobs und als Referentin für Umwelt & Verkehr Louise-Lydia Wagenbach. Carlos Marcel Hessel wurde als Referent für Bildung & Wissenschaft bestätigt.

 

Als Beisitzer vollenden den neuen Vorstand der JU Wiesbaden die zurückkehrende Loreen Kiehl und der neu in den Vorstand eintretende Maximilian Rost.

 

Nicht unerwähnt bleiben können die Begleitumstände unter denen die Vorstandswahl der JU Wiesbaden überraschend stattfinden mussten. Mit einer Gedenkminute für den plötzlich verstorbenen Hans-Martin Kessler unterbrach die JU Wiesbaden ihre Sitzung. Kessler war zuletzt als Dezernent für Bau- und Stadtplanung der Landeshauptstadt Wiesbaden aktiv und verstarb unerwartet mit nur 55 Jahren. Die JU Wiesbaden betonte mit ihren Gedanken zuallererst bei den Angehörigen und engen Freunden zu sein. Kessler war auch ein besonderer Freund der Jungen Union Wiesbaden. Als ehemaliger Vorsitzender der JU besuchte er den Jugendverband immer wieder zu verschiedenen Veranstaltungen – getreu dem Motto: „Einmal JU, immer JU.“

 

 

Riesenrad am Rheinufer

SPD-Fraktion fordert, dass die Biebricher in die Planung einbezogen werden.

 

„Wir begrüßen die Idee von Otto Barth (Taunus Wunderland e.K.), der ein Konzept für ein Riesenrad - RheinRad –entwickelt hat. Das RheinRad direkt am Biebricher Rheinufer könnte ein Publikumsmagnet für Wiesbaden werden“, betont die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Rathausfraktion, Anita Hebenstreit.

 

Allerdings mache eine solche Idee nur Sinn, wenn sie in ein ganzes Bündel an Maßnahmen eingebunden werde. So sei auf einige Parameter, wie Ökologie, Einfügen in die Umgebung und auch den Denkmalschutz zu achten.
„Da als Standort eine Fläche am Rheinufer zwischen Zollspeicher und Biebricher Schloss vorgesehen ist, muss das Ganze ins Gesamtbild passen“, so Hebenstreit weiter und fordert eine Machbarkeitsstudie, denn „diese wäre der richtige Weg, um diese Parameter auch mitzudenken. Die Entwicklung des Biebricher Zollspeichers ist noch völlig offen und man sollte mit dem RheinRad keine Hindernisse schaffen. Eine Machbarkeitsstudie wäre der richtige Weg. Wichtig ist auch bereits im Vorfeld zu klären, wie mit dem steigenden Verkehrsaufkommen und vor allem dem ohnehin schon mangelnden Parkraum für den ruhenden Verkehr geplant werden kann. Ohne ein ausgearbeitetes Verkehrskonzept kann so eine dauerhafte touristische Attraktion nicht funktionieren – weder im Sinne des Betreibers noch der Anwohnerinnen und Anwohner.

 

Zwar ist die Landeshauptstadt Wiesbaden nicht vergleichbar mit Metropolen wie London und Wien. Jedoch könnte sowohl für die touristische Infrastruktur, als auch für den Biebricher Handel und die Gastronomie das Riesenrad ein positiver Impuls werden. Aber nur unter diesen Voraussetzungen.

 

Auf gar keinen Fall vergessen werden sollte, die Einbindung des Ortsbeirates. „Da die Biebricher direkt betroffen sind, ist es wichtig, miteinander in den Dialog zu treten, um zu erfahren wie sie zu dem Konzept RheinRad stehen, so Hebenstreit abschließend.

 

   

Sitzung des Wahlausschusses der Kommunalwahlen 2021

Der Wahlausschuss hat unter Leitung von Wahlleiter Bürgermeister Dr. Oliver Franz in seiner Sitzung am Freitag, 15. Januar, über die Zulassung der Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenwahl, der Ausländerbeiratswahl und die Wahlen der 26 Wiesbadener Ortsbeiräte entschieden.

 

Für die Stadtverordnetenwahl wurden alle vierzehn eingereichten Wahlvorschläge zugelassen. Einige Bewerberinnen und Bewerber mussten allerdings gestrichen werden, weil sie nicht wählbar waren oder die vorgeschriebenen Zustimmungserklärungen nicht oder nicht fristgerecht vorgelegt hatten. Für die 26 Ortsbeiratswahlen wurden insgesamt 129 Wahlvorschläge zugelassen. Auch auf den Wahlvorschlägen für die Ortsbeiratswahlen mussten Bewerberinnen und Bewerber gestrichen werden, weil sie entweder die Wählbarkeitsvoraussetzungen nicht erfüllten oder ihre Zustimmung zur Kandidatur nicht oder nicht fristgerecht erteilt hatten. Für die Ausländerbeiratswahlen wurden insgesamt zwölf Wahlvorschläge eingereicht und elf davon zugelassen. Der Wahlvorschlag der Wählergruppe Wiesbaden  Akademisyenler Birligi (WAB) musste zurückgewiesen werden, weil er die erforderlichen  Zulassungsvoraussetzungen des Kommunalwahlgesetzes nicht erfüllt. Es fehlt die  erforderliche eidesstattliche Versicherung, dass die Wahl der Bewerberinnen und Bewerber in geheimer Wahl erfolgte.

 

Insgesamt wurden vom Wahlausschuss 154 Wahlvorschläge mit 1.693 Bewerberinnen und Bewerbern zugelassen, davon sind 637 Frauen und 1.056 Männer. Die Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge mit allen Bewerberinnen und Bewerbern erscheint voraussichtlich am Donnerstag, 21. Januar, in der Wiesbadener Tageszeitung. Sie wird auch im Internet unter www.wiesbaden.de/wahlen eingestellt.

 

 

Erster Digitalparteitag der CDU Wiesbaden

Aus der Not eine Tugend machen: Über das Wahlprogramm zur Kommunalwahl stimmt die CDU kommende Woche digital ab

 

Am kommenden Dienstag, den 19. Januar, findet ab 19:00 Uhr erstmals in der Geschichte der Wiesbadener CDU ein Parteitag ausschließlich digital statt. Der Grund für das neue Format ist die Corona-Pandemie, durch die ein klassischer Präsenzparteitag nicht möglich ist. Der Parteitag, bei dem das Kommunalwahlprogramm der Partei beschlossen wird, bietet jedoch auch Chancen: So können erstmals nicht nur Delegierte, sondern alle Parteimitglieder über das Programm abstimmen. Zudem besteht für alle interessierten Wiesbadenerinnen und Wiesbadener die Möglichkeit, die Debatten auf dem Parteitag im Livestream auf der Internetseitewww.cdu-wiesbaden.de zu verfolgen.

 

„Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, aus der Not eine Tugend zu machen. Corona hat einen Parteitag in Präsenz zwar verhindert, aber die jetzt gefundene Lösung bietet erstmals der gesamten Parteibasis die Chance, live bei unserem Parteitag dabei zu sein“, erläutert Ingmar Jung als Vorsitzender der CDU Wiesbaden das Konzept hinter dem Digitalparteitag. „Wir setzen damit den eingeschlagenen Weg fort, die CDU mit innovativen Ideen zur modernsten Partei der Stadt und unsere Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger transparenter zu machen. Dabei achten wir selbstverständlich auch auf jene, für die ein digitaler Parteitag technisch eine Herausforderung darstellt, indem wir ihnen junge Parteimitglieder zur Seite stellen, die sie bei der Durchführung unterstützen“, ergänzt Jung. „Ich bin stolz, dass wir es als Partei geschafft haben, dieses organisatorisch und logistisch nicht ganz einfache Veranstaltungsformat anbieten zu können.“

 

Auch Daniela Georgi, Spitzenkandidatin der CDU Wiesbaden bei der Kommunalwahl und Programmbeauftragte, ist von dem Konzept des Parteitags überzeugt: „Wir haben im vergangenen Jahr bereits sehr erfolgreich zusammen mit den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern Ideen für unser Wiesbaden von morgen gesammelt und mit diesem Verfahren damals Neuland betreten. Ich freue mich, dass nun auch der Beschluss über das Wahlprogramm in einem Format gefasst wird, bei dem alle Interessierten live die Debatten und Entscheidungen mitverfolgen können. Unsere Programmentwicklung ist auf diese Weise von Anfang bis Ende transparent.“ Die Inhalte und Ziele des Programms seien zudem genau die richtigen, um die Stadt in den kommenden Jahren fit für die Zukunft zu machen. „Jetzt machen wir morgen – das ist nicht einfach nur ein Slogan, sondern mit Blick auf unser Programm ein Versprechen, das wir den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt geben“, so Georgi abschließend.

 

   

Seite 1 von 28




trollbuhne





Webdesign by Webgau.de | Support by Forum | XHTML & CSS Valide

Diese Webseite arbeitet mit Cookies. Wenn Sie mehr ehrfahren möchten, lesen Sie bitte unsere Informationen zum Datenschutz.

Ich akzeptiere Cookies dieser Webseite.
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk